Kleine Löwen auf großem Kurs: Starke Wurzeln für die Kitazeit in St. Elisabeth
02. März 2026
Im März durfte ich im Kindergarten St. Elisabeth in Leinach zu Gast sein. Mein Ziel? Die „mittleren“ Kinder – also die Vier- und Fünfjährigen, die im nächsten Jahr die Vorschulkinder sein werden – stark für den Alltag zu machen. In meinem Basistraining von „bunt & stark“ haben wir gemeinsam den Grundstein für Selbstbehauptung, Resilienz und Lebenskompetenz gelegt.
Ein Baum im Sturm: Standhaft bleiben
Mut beginnt im Kopf und wird im Körper sichtbar. Wir haben spielerisch geübt, fest wie ein Baum verwurzelt zu sein. Selbst wenn der „Sturm des Lebens“ (oder ein kleiner Schubs im Alltag) kommt, bleiben wir stabil.
Ein wichtiger Moment war der „bunt & stark – Stopptanz“. Die Kinder haben gelernt: Wenn ich mein Gegenüber mutig anschaue, verändert sich mein gesamtes Wirken. Weg von kleinmachender Körpersprache, hin zum selbstbewussten Auftreten.
Geschenke für das Herz und „Kackhaufen“ für den Müll
Ein Highlight, das für viel Lachen, aber auch für einen großen Lerneffekt gesorgt hat, war der Vergleich zwischen einem schönen Geschenk und einem (natürlich unechten!) „Kackhaufen“. Die Logik dahinter ist simpel, aber kraftvoll:
- Das Geschenk: Ein Lob oder ein Kompliment ist wie ein echtes Geschenk. Das nehmen wir dankbar an und lassen es tief in unser Herz – das tut uns gut!
- Der Kackhaufen: Eine Beleidigung oder ein fieses Wort ist wie ein Häufchen auf dem Gehweg. Das würden wir ja auch nicht aufheben und mit nach Hause nehmen.
Wir haben trainiert, fiese Worte wie einen „Kackhaufen“ einfach liegen zu lassen, statt sie anzunehmen. Die Kinder haben gelernt, ihr inneres Schutzschild zu aktivieren und Beleidigungen abprallen zu lassen. So bleibt ihre wertvolle Energie für die schönen Dinge übrig, statt sie in endlosen Streitereien zu verlieren.
Klare Ansagen: „Lass mich los!“
Wir sind auch einen Schritt weitergegangen: Was tun, wenn es nicht nur bei Worten bleibt? In Rollenspielen haben wir geübt, wie man reagiert, wenn man festgehalten wird oder wenn jemand einem etwas wegnimmt. Statt einem leisen „Ey, hör mal auf“, haben die Kinder gelernt, ihr Ziel klar zu formulieren: „Lass mich los!“ oder „Gib mir meinen Stift zurück!“ – kurz, deutlich und mit hoher Energie.
Ein Fundament, das trägt
Mir ist es wichtig, dass die Kinder diese Strategien nicht nur einmal hören, sondern erleben. Durch ständige Wiederholungen und viel Bewegung haben wir diese neuen Fähigkeiten gefestigt.
Zum Abschluss durfte eines nicht fehlen: Das Selbstlob. Wir haben uns alle kräftig auf die Schultern geklopft und laut gesagt: „Das habe ich gut gemacht!“
Starke Kinder für eine achtsame Welt
Dieses Basistraining war erst der Anfang. Die Kinder im Kindergarten St. Elisabeth haben nun ihre ersten „Schutzschilder“ aktiviert, auf die man in Zukunft wunderbar aufbauen kann.
Herzlichen Dank an das Team von St. Elisabeth für die tolle Zusammenarbeit! Es ist ein wertvolles Zeichen, dass ihr euren Schützlingen diese Chance zur persönlichen Weiterentwicklung ermöglicht. Danke für euer Vertrauen in ‘bunt & stark’ und die herzliche Aufnahme in eurem Haus.
In einer Zeit, in der soziale Kompetenz immer wichtiger wird, ist dieses Training eine echte Investition in die Zukunft. Wir schenken den Kindern Sicherheit für alltägliche Herausforderungen und stärken ihr Selbstvertrauen im sozialen Miteinander.
Mein Ziel ist es, so einen Beitrag zu einer Gesellschaft zu leisten, die gesund mit Emotionen umgehen kann und in der gegenseitige Verletzungen keinen Platz mehr brauchen.