Selbstbehauptungs- und Resilienztraining an der Grundschule Waldbüttelbrunn mit der Außenstelle Hettstadt im Dezember 2025
17. Dezember 2025
Im Dezember durfte ich mit meinem Selbstbehauptungs- und Resilienztraining zwei vierte Klassen in Hettstadt begleiten. Das Training fand an drei Montagen statt und umfasste jeweils zwei Schulstunden pro Klasse.
Im Mittelpunkt standen Themen wie innere Stärke, Selbstwahrnehmung, Grenzen setzen, der Umgang mit Konflikten sowie respektvolle Kommunikation. Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, Kindern erfahrbar zu machen, wie Worte wirken.
Anhand einer alltagsnahen Situation wurde gemeinsam erarbeitet, was passiert, wenn Aussagen wie scheinbare Komplimente eigentlich verletzend gemeint sind – zum Beispiel ironische Bemerkungen wie: „Deine Klamotten sind ja richtig schön.“
Die Kinder erkannten dabei schnell: Auch wenn jemand keine Beleidigung sagen will, kann sich die andere Person trotzdem verletzt fühlen. Entscheidend ist nicht nur die Absicht, sondern die Wirkung.
In einer anderen Übungssituation durfte ein Schüler mich als Trainerin bewusst beleidigen. Als Reaktion auf die Beleidigung setzte ich die vorher gelernte mutige Körperhaltung ein und ließ die Beleidigung an mir abprallen. Der Schüler bemerkte anschließend selbst, dass sich das für ihn nicht gut angefühlt hatte, da die Beleidigung nicht wie erwartet angenommen wurde, sondern wieder zu ihm zurück kam. (Wie ein Ball, der gegen eine Wand prallt und wieder zurückfliegt.)
In einer anderen Übungssituation durfte ein Schüler mich als Trainerin bewusst beleidigen. Als Reaktion auf die Beleidigung setzte ich die vorher gelernte mutige Körperhaltung ein und ließ die Beleidigung an mir abprallen. Der Schüler bemerkte anschließend selbst, dass sich das für ihn nicht gut angefühlt hatte, da die Beleidigung nicht wie erwartet angenommen wurde, sondern wieder zu ihm zurück kam. (Wie ein Ball, der gegen eine Wand prallt und wieder zurückfliegt.)
In einer anderen Situation ging ich nach der ersten Beleidigung einfach weg, wandte mich einer anderen Schülerin zu und ließ den Beleidiger stehen. Auch hier folgte eine gemeinsame Reflexion: Die Aufmerksamkeit wurde bewusst von der Beleidigung weggenommen und auf etwas Positives gelenkt.
In einer anderen Übungssituation durfte ein Schüler mich als Trainerin bewusst beleidigen. Als Reaktion auf die Beleidigung setzte ich die vorher gelernte mutige Körperhaltung ein und ließ die Beleidigung an mir abprallen. Der Schüler bemerkte anschließend selbst, dass sich das für ihn nicht gut angefühlt hatte, da die Beleidigung nicht wie erwartet angenommen wurde, sondern wieder zu ihm zurück kam. (Wie ein Ball, der gegen eine Wand prallt und wieder zurückfliegt.)
In einer Partnerübung mit zwei Rollen – „Mutig & Beleidiger“ – reflektierten die Kinder anschließend ihre Rollen und Gefühle:
„Ich habe es abprallen lassen, aber während ich weggegangen bin, habe ich trotzdem noch darüber nachgedacht.“
„Ich war geschockt, weil die Person einfach weggegangen ist.“
„Ich habe mich schlecht gefühlt, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte. Es macht keinen Spaß, seine Freundin zu beleidigen.“
„Ich habe es abprallen lassen und mich gut gefühlt, weil ich weiß, dass es gar nicht zu mir gehört.“
„Ich war wütend, weil die Beleidigung nicht gewirkt hat.“
Diese ehrlichen Rückmeldungen zeigten eindrücklich, wie stark solche Situationen auf beide Seiten wirken und dass Beleidigungen nicht nur verletzen, sondern auch denjenigen belasten, der sie ausspricht.
Durch die Arbeit über mehrere Termine hinweg konnten die Inhalte vertieft und weiterentwickelt werden. Die Kinder lernten, dass Selbstbehauptung nicht laut sein muss und dass Weggehen, abprallen lassen oder bewusstes Umlenken wirkungsvolle Strategien sein können.
Hier erfahren Sie mehr über die Trainingsinhalte
Ein herzlicher Dank gilt der Grundschule Waldbüttelbrunn mit der Außenstelle Hettstadt, den Lehrkräften und den Kindern für die Offenheit, das Vertrauen und die engagierte Mitarbeit. Solche Trainings machen deutlich, wie wichtig es ist, Kindern frühzeitig einen bewussten und respektvollen Umgang mit Sprache, Gefühlen und Konflikten zu vermitteln.